LEBEN AM FLUSS > Flusstausch

Habe zuletzt Aue und Beeke eingetauscht…

…gegen Elbe und Ilmenau.

Die dörflichen Fließgewässer sind natürlich viel vertrauter, jeder Brückenpfeiler persönlich bekannt, jeder Stichling quasi Familienmitglied. Dagegen lassen sich die größeren Flüsse hier im Umland nicht so einfach lückenlos ausforschen. Das ist natürlich ein bisschen traurig. Aber genauso gut kann man darin ja gerade den Reiz an der Sache sehen und drauflos stromern.

Ganz unabhängig davon, welche Wasserströme und Stromergewässer Ihnen nun am liebsten sind, kann ich nur empfehlen, sich nicht zu sehr an einen bestimmten Fluss zu klammern – er wartet nie, er zieht unaufhörlich weiter, er bleibt ewig ein anderer. Wenn Sie „Ihrem“ Fluss nahe kommen, gewissermaßen seinem Wesen auf die Pelle rücken wollen, dann machen Sie keine Fotos. Machen Sie’s wie er, warten Sie nie, seien Sie so ein Ziehen und veränderliches Bleiben, und schon kommen Sie damit seinem, aber nicht nur seinem Wesen an sich, in sich fürchterlich nah.


Fotos: Grebe

Veröffentlicht von

Drittgedanke

Buntgegenstände / Drittgedanke / Die Beifängerin

7 Gedanken zu „LEBEN AM FLUSS > Flusstausch“

  1. Ich habe die Ammer erst gegen die Isar, später dann gegen die Spree eingetauscht, aber wer weiß für wielange, oder an welche Flüsse es mich noch verschlagen könnte, es bleibt doch ein Ziehen und veränderliches Bleiben, man kann es wirklich nicht schöner in Worte fassen. (Sagt man „eingetauscht für“ oder „eingetauscht gegen“? Methinks, ich kann keen Duitsch mehr spreken.)

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    1. Ich würde so gern mal rein, aber man darf nicht. Das ist ein Teil vom Sicherheitstor – da kann man im Notfall den Elbe-Seitenkanal einfach zumachen. Riesending. Ab und an kommt einer im Blaumann mit Schlüsselbund und Koffer zur Wartung vorbei. Jesus, wo findet man solche Jobs?

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  2. Bei uns gibt es einen Bach, Pfaffenbach im Pfaffental. Ich seh‘ ihn drei vier Mal die Woche, mal hier mal da. Aber dieses Jahr war er dann plötzlich nicht mehr überall da, wo er all die Jahre zuvor zu finden war. Er war trocken gefallen, geworden. Hat er dann doch gewartet?
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    Gefällt 1 Person

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