SPRACHMUSIK // London Speaking

Da hat nun ein Musiker den Literaturnobelpreis erhalten, und irgendwie kann man sich immer noch nicht recht einigen, wie man das finden soll. Mich zumindest interessiert dieser Preis nicht ausreichend, um in aller Breite über das Für und Wider dieser Vergabe mitzudiskutieren. Mich interessieren Texte, und je vielfältiger die Erscheinungsformen von Text sind, desto besser. Den Einordnungsfeldern schadet es dabei nicht, wenn zwischen ihnen rege Osmose stattfindet – im Gegenteil.

Lyrik, Hip Hop, Spoken Word, Predigt: Sprache und Rhythmus. Kate Tempest kann das mit oder ohne Buchdeckel, Kojey Radical auch ohne Beatbox, Bitches und Bling Bling.

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6 Kommentare

  1. Bei Kojey Radicals Rap/Vortrag bekam ich Gänsehaut, sehr interessanter Künstler, kannte ich bislang noch nicht. Kate Tempest ist sowieso toll. Danke für deinen Beitrag.

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    1. Ich war irgendwann über den Clip zu „Garden Party“ gestolpert – und fand das Ganze so ungewöhnlich, ohne dabei sperrig, dass ich mich dann doch ein bisschen weiter eingehört hab. Nur, WAS genau er da macht, das kriege ich immer noch nicht auf einen einheitlichen Begriff zusammen. „Surreal-Hip Hop“? Aber dazu ist es wiederum thematisch oft zu gegenwärtig und direkt.

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      1. Das beschäftigt dich, hmm? Dass du mir jetzt noch darauf Antwort gibst 🙂
        Ich kann dir allerdings nicht weiterhelfen, nicht nur, weil ich bislang nur das von dir vorgestellte Lied gehört habe, ganz allgemein kann ich sehr gut damit leben, wenn Menschen mit ihrer Kunst begrifflich und sonstwie Solitäre bleiben, falls du weißt, was ich meine.
        Aber ich fand das Lied sehr spannend, auch wenn ich zugegebenermaßen nicht alles verstehe (auch nicht nichts). Will mir noch mehr von ihm anhören. Wenn es bei mir dann auch klingelt: Surreal-Hip-Hop, dann melde ich mich natürlich unverzüglich! 😀

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    1. Ich hab’s eigentlich gar nicht mit Poetry Slam. Zumindest nicht mit solchen, wo auf Krampf etwas hervorgebracht werden soll, was einige Wenige scheinbar so mühelos können. Es muss schon mehr bieten als nur rhythmische Wortgymnastik, und wenn das dann der Fall ist, find ich’s großartig.

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