IM LEERLAUF // Habt Ihr Lesetipps für mich?

Die Diagnose, die der Telekom-Herr stellt, lautet: „sporadisches W-LAN“. Warum in unserer Wohnung seit Mitte Dezember regelmäßig das Netz verschwindet, später kurz mal da ist, nur um schnell wieder hops zu gehen, kann mir keiner erklären – folglich weiß auch niemand, mit welchen Mitteln sich dieser Zustand therapieren ließe. “ Sehr geehrte Kundin, wir haben schließlich alles versucht.“ Und inzwischen hat, anscheinend vor lauter Kummer wegen seiner dauerhaften Nichtnutzung, auch das Laptop seinen Dienst eingestellt, vermutlich irreparabel.

Anstatt also hier zu schreiben, lese ich derzeit eben umso mehr. Auch gut, ja. Zuletzt war „Amerikatz“ dran; „Dezemberfieber“,  Jim Nisbets „Dunkler Gefährte“, Flore Vasseurs „Kriminelle Bande“ sind längst durch; „Abidas“ liegt hier noch; „GB84“ könnte wohl was für mich werden. Aber allmählich gehen mir doch die Bücher aus. Darum sende ich an dieser Stelle einmal einen Aufruf aus an all jene, die gerade anderweitig nichts Dringenderes zu tun haben: Fallen Euch spontan Titel ein, die ihr mir vorschlagen könntet? Nicht dass Ihr nicht ohnehin jeden Tag Empfehlungen veröffentlichen würdet, nicht wahr? Nun – wenn ich Euch aber nur nach einem einzigen, aus irgendwelchen Gründen bei Euch direkt im Hirn aufleuchtenden Titel fragen würde, was ich hiermit tue?Das ist eine Frage aus reiner Neugier, und Antworten aus reinstem Zufall oder in vollster Absicht würden mich freuen.

 

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37 Kommentare

      1. Ja, Volodine ist selbst in Frankreich nicht wirklich bekannt. Dementsprechend ist bisher kaum etwas von ihm auf Deutsch erschienen. Ich finde das sehr schade, da er, wie ich finde, einen wirklich ungewöhnlichen Stil hat. Post-Exotismus nennen das die Franzosen.

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      2. Naja, in Dondog wird eine gewisse Science-Fiction als gegeben angesehen. Aber gerade im Falle dieses Buches würde ich eher von einem gesteigerten Exotismus sprechen. Jedenfalls hab ich vorher und nachher nie wieder ein Buch gelesen, dass wie Dondog ist.

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  1. ‚Monument für John Kaltenbrunner‘ von Tristan Egolf. Und als passende Beschallung die Vertonung der Oberpfälzer Band Buddy & The Huddle ‚Monument For John Kaltenbrunner‘ (Glitterhouse Records). Oder, ähnliche Preisklasse: ‚Jesus von Texas‘ von DBC Pierre oder ‚Ignaz oder die Verschwörung der Idioten‘ von John Kennedy Toole.

    Internet-Probleme: Anbieter wechseln… 😉
    Liebe Grüße,
    Gerhard

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    1. Von Egolf hab ich hier irgendwo noch den „Kornwolf“, „Jesus von Texas“ hat mir einen Heidenspaß gemacht, und den unbekannten „Ignaz“ werde ich mir einfach mal vorknöpfen – geschmacklich vertrau ich Dir ja bedenkenlos. Vielen Dank und liebe Grüße!

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  2. Im Bereich Unterhaltung gesegnet mit Geist, Humor und Esprit empfehle ich Joachim Meyerhoff, der nicht nur als Schauspieler überzeugt, sondern auch als launiger Erzähler.
    Und weil ich einen Trailer bei ARTE gesehen hatte für die Verfilmung der „Marseille-Trilogie“, natürlich auch die Buchform von Jean-Claude Izzo für kurzweilige wie spannende Abende.

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  3. Ah, Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten habe ich hier auch als noch ungelesenes Buch herumliegen, neben vielen anderen, die ebenso schon sehr viel Geduld mit mir hatten (Lermontov, Ein Held unserer Zeit, Norah Lange, Kindheitshefte u. a.).
    Tips brauchst Du doch jetzt erst mal keine mehr, wenn ich richtig sehe.
    Ich selbst wollte ausnahmsweise demnächst ein englisches Buch lesen, The Railway Children von E. Nesbit, vielleicht wäre das was für Dich, ich meine, Nisbet, Nesbit, das liegt doch nah beisammen.

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    1. Bei Nisbet und Nesbit könnte ich glatt Gefahr laufen, am Ende meine Rezensionen zu vertauschen – das würde ins Auge gehen! Aber mit Norah Lange hast Du mir einen schönen Hinweis gegeben. Allein aus meiner willkürlichen Affinität zu Argentinien heraus habe ich das gerade für lesenswert befunden. Lermontov übrigens wäre mir einen Neuversuch wert: Ist lange her, dass ich mich mit dem fiesen Petschorin beschäftigt habe, und ähnlich wie bei Hesse oder Tschechow könnte ich mir vorstellen, nun mit ein paar Jahren Abstand auch den „Helden“ rundherum anders zu lesen.

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