UNTER BÄUMEN // Drei Männlein stehen im Walde


Die Beatles spielten ihr berühmtes Rooftop Concert auf dem Dach ihres Unternehmens. Johnny Cash nahm zwei Live-Alben im Knast auf, zuerst im Folsom State Prison, später in der Haftanstalt San Quentin. Die Queens of the Stone Age hielten ein Konzert in einem alten Salzstock ab, in 700 Metern Tiefe. Ob Klassik in der Eishöhle, Pop auf der Hafenbarkasse, Singer-Songwriter im Leuchtturm – immer mal wieder stolpert man über Konzerte mit spezieller Location. Das Bobo Stenson Trio zog es 2009 für eine Aufnahme fürs schwedische Fernsehen in die Wildnis von Risveden: Klaviertrio und Waldidylle – eine ziemlich wohlige Mischung mit viel schwedischem Gefühl.


>>Der Pianist Bobo Stenson (geb. 1944) spielte bereits in Schülerzeiten in verschiedenen Jazz-Formationen mit und arbeitete während seiner sehr erfolgreichen Laufbahn unter Anderem mit Stan Getz, Sonny Rollins, Don Cherry, Jan Garbarek, Tomasz Stanko und Charles Lloyd zusammen. Zu seinem derzeitigen Trio gehören der Schlagzeuger Jon Fält und der Bassist Anders Jormin.


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8 Kommentare

  1. Schande über mich. Du bietest hier so eine gute Musikauswahl. Und was summe ich vor mich hin? „Mein Freund, der Baum, ist tot…“ (Na ja, solange es nicht das unsägliche Holzmichel-Lied ist…)
    Toll, dieser Bobo! Danke fürs Bekanntmachen.

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    1. Erst Connie Francis, jetzt Alexandra UND der Holzmichl – sind das die Assoziativ-Tiefen, vor denen Du bei Henry James gewarnt hast? Da tun sich tatsächlich Abgründe auf! 😀 …und ich hatte Anfang der Woche noch überlegt, die Beiträge mit einem „Bitte keine Mein-Freund-der-Baum-Kommentare“-Disclaimer zu versehen – und warum habe ich das überlegt? Weil ich diesen unvermeidbaren Ohrwurm seit dem ersten Baum-Beitrag selbst nicht mehr loswerde. (Und jetzt alle: Er starb allein / im Morgenrooohooooooot…..)

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    1. Die Schweden – die sind tatsächlich alle so enorm musikalisch. Und die können auch noch alles: Pop, Rock (inklusive Metal undundund), Jazz. Die Norweger übrigens auch. So wenig Menschen da, aber so viele Berufsmusiker; immer wieder ein erstaunliches Phänomen! Liebe Grüße!

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