GROSSE FRAUHEIT // Ingeborg treffen (im Hôtel de la Paix)


Ingeborg Bachmann 


Hôtel de la Paix

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Die Rosenlast stürzt lautlos von den Wänden,

und durch den Teppich scheinen Grund und Boden.

Das Lichtherz bricht der Lampe.

Dunkel. Schritte.

Der Riegel hat sich vor den Tod geschoben.

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Ingeborg Bachmann


Durch Ingeborg Bachmann fand ich eines Tages zu der Überzeugung, das Schreiben an sich, und das lyrische Schreiben insbesondere, müsse Schachspiel mit Worten sein. (Gern hätte ich sie kennenlernen mögen, die Ingeborg, trotz oder gerade wegen meiner Vermutung, dass wir einander wohl nicht sonderlich gemocht hätten. Aber aufrichtig neugierig gewesen wäre ich, auf sie, die Zurückgenommene, die Präzise, die sich Betäubende.)


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2 Kommentare

  1. Ach Ingeborg, die Sprachkünstlerin und Schwierige…ich habe eine Biographie letztens über sie und Max Frisch gelesen. Und ich muss sagen: Die Sympathien hatte bei mir der Frisch. Aber kann man wissen, wie es wirklich war…? Ihre Verse dennoch: Atemberaubend, lassen mich, um bei Deinem Bild zu bleiben, manchmal schachmatt zurück…
    Versuch eines Portraits aus Dritthand: http://saetzeundschaetze.com/2014/04/27/ingeborg-bachmann-die-vielen-gesichter-einer-ausnahmeerscheinung/

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    1. Ja, mit Sympatie sieht´s schwierig aus. Ich hätte ihr aber gern mal beim Für-sich-sein über die Schulter geschaut – mich hätte interessiert, welche Differenzen zwischen Außenwirkung und Innenansichten da zu entdecken gewesen wären.

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