Die Nacht hört anders, Sonja Grebe

NACHTEINSAMKEIT // Mein Nachtgehör

Während der Nacht klingt Musik anders. Das hat nichts mit der Musik selbst zu tun, sondern mit uns: Die Wahrnehmung richtet sich tags eher auf Informationen aus, nachts eher auf Empfindungen. Im Verlauf des nächtlichen Lebens bildet sich ein privater Kanon von Musik-Alben heraus, die an die späte Uhrzeit gebunden sind. Man hört sie mit empfindlichen Nacht-Sinnen, während ruhiger Autofahrten durchs Dunkel, Schreibtisch-Stunden oder Stadtlichter-Betrachtungen, lädt sie mit Empfindungen auf und kommt immer zu später Stunde auf sie zurück: Sie kleben an der Nacht und die Nacht klebt an ihnen. Mein Stapel von zur Nachtzeit endlos abgespielten Alben ist hoch. Eine spontane Auswahl sind diese (per Verlinkung geht´s zu Hörbeispielen):

Damit sind neun Alben genannt, aber nichts abgeschlossen. Die Nacht spielt halt nach ihren eigenen, verschrobenen Regeln – und in meiner wird in Neuner-Schritten gezählt.

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2 Kommentare

    1. …aber einen guten? Für das Niveau meines Geschmacks kann ich nie so recht die Hand ins Feuer legen, auf seine Führungskompetenz vertraue ich aber blind. Während mein Verstand noch fragt „Darf ich das mögen, und falls ja, warum?“, schreit mein Geschmack schon „Lauter!“, „Kaufen!“ oder „In den Müll damit!“ Mein Geschmack mag ein Flickenteppich sein – aber einer mit Chef-Allüren. Übrigens: Herzlich willkommen zum Magic Carpet Ride, der Herr 🙂

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